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Basics 1: Nach dem Kauf ist vor dem Filmen – nur wie?

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… So, nun habe ich auch endlich eine GoPro. Ich packe am Besten alles sorgfältig aus und lege es mir zurecht. Das Zubehör das mit in der Packung geliefert wird reicht für den Anfang eigentlich schon aus. Man kann damit Prima einen GoPro Front Mount oder GoPro Side Mount bauen oder auch ein Ministativ. Dies ist alles gut veranschaulicht. Nur habe ich keine Ahnung von Kameratechnik.

– Was passiert wenn ich die Kamera anschalte?
– Welche Einstellung ist die Richtige für mich?
– Brauche ich 4K?

Fragen über Fragen, die am Ende von diesem trockenen Thema, hoffentlich beantwortet sind. Heute verwenden wir eine GoPro HERO4 Black Edition.

Der Akku der Kamera ist ab Werk geladen, sodass du gleich loslegen kannst. Die Speicherkarte sollte zu deiner Kameravariante passen. Damit du Gefühl dafür bekommst, wie sich die Knöpfe der GoPro drücken lassen, benutze die Kamera für unser Setup erstmal ohne Gehäuse.

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Das Display zeigt alle relevanten Infos.

Wenn du die Kamera mit dem Mode-Knopf (Vorderseite) anschaltest, zeigt dir das Display einige Informationen. Der Select-Knopf (Oberseite) ist zum Bestätigen der Auswahl UND Auslöser.

– Kamerasymbol = Videomodus
– W = Wide (Sichtfeld –> Field Of View)
– 4K-30 = 3840×2160 Pixel mit 30 Bildern/Sek.
– 00:01 = Aufnahme seit 1 Sek. (rote LED blinkt)
– 1H04 = Restspeicher mit den Einstellungen
– Akkusymbol = Jetzt voll geladen
– WiFi-Symbol = Aktiviert (blaue LED blinkt)

 

 

 

Die richtige Auflösung

Standardmäßig ist der Videomodus dein ‚Start‘-Modus, in dem du dich befindest, sobald du die Kamera angeschaltet hast. Dies kann man in den Einstellungen auch ändern, bspw. den Fotomodus als ‚Start‘-Modus auswählen. Nach jedem Update oder Kauf einer GoPro solltest du deine Einstellungen überprüfen. Mit dem Mode-Knopf gehst du in die Einstellungen (Zahnrad) und kontrollierst die Einstellungen. Für den Otto-Normal-Verbraucher hat sich bei dem derzeitigen Stand der Technik herauskristallisiert, dass Full-HD (1080) den besten Kompromiss aus Kosten & Nutzen liefert.

Kosten = Kameraequipment, Speicher, Rechenleistung ⇔ Nutzen = Bildqualität, Spielraum für Videoschnitt & Bildbearbeitung

Die Zahl 1080 (gespr.: Tausendachtzig) steht hierbei für die Anzahl der Pixel die die Vertikale verwendet um das Bild anzuzeigen. (vgl. 4K ⇔ 1080)

Also: Je größer diese Zahl, desto feiner ist die Auflösung.

Aber: Je größer diese Zahl, desto mehr Rechenleistung und Speicherkartenkapazität wird gebraucht.

Ein weiterer Grund, weshalb 1080 eine gängige Auflösung ist, ist das Bildformat von 16:9. Dies wird im Vergleich zum veralteten 4:3 als angenehmer empfunden. Dadurch entfallen die klassischen schwarzen Balken links und rechts vom Bild bei den aktuellen TV- und PC-Monitoren.

Mit der aktuellen GoPro HERO4 Black Edition können wir auch in 4K filmen. 4K (steht für die Zahl 4000) = 4096×2160/3840×2160 Pixel

Hier gilt zu beachten, dass von Hersteller zu Hersteller die Bildformate minimal variieren. Fälschlicherweise wird gerne 4K gesagt, wobei UHD (Ultra-High-Definition) drin ist. Bei unserer GoPro haben wir also UHD, das 3840×2160 Pixeln entspricht. Im Vergleich von 1080 zu 4K/UHD entspricht dies also einer Verdopplung der Pixel in der Bildhorizontalen und Bildvertikalen. Die Pixelanzahl wird insgesamt vervierfacht. Entsprechende Rechenleistung wird vorausgesetzt. Demnach brauchst du einen entsprechenden Monitor, eine kompatible Grafikkarte und Rechenleistung, die die Auflösung wiedergeben kann.

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Videoauflösungen bei der GoPro HERO4 Black Edition

Die richtige Framezahl

Mit dem Mode-Knopf können wir nun noch die Bilder pro Sekunde bestimmen, mit denen aufgenommen werden soll. Für das menschliche Auge wird ein Video (was letztendlich auch nur eine schnellabgespielte Diashow ist) ab einer Anzahl von 24 Bildern pro Sekunde (Frames Per Second) flüssig dargestellt. Die 24fps kommen noch aus der Zeit, als die ersten Filme entstanden. Seit dem in Europa das Kabelfernsehen (PAL) analog zu unserem Stromsystem (50Hz) entstand, wird von 25fps, bzw. 50fps gesprochen (vgl. Möglichkeiten der fps).

Also: Je größer diese Zahl, desto mehr Bildinformationen werden pro Sekunde aufgezeichnet.

Und: Je größer diese Zahl, desto saubere/flüssigere und langsamere Zeitlupen (Slow-Mo) können wir nachher im Videoschnitt erstellen.

Aber: Je kleiner diese Zahl, desto besser ist die Lichtausbeute in dunklen Umgebungen.

 

Das richtige Sichtfeld

Um die volle Qualität ausschöpfen zu können, solltest du das Sichtfeld (FOV) auf ‚Wide‘ eingestellt haben. Wide ⇔ Medium ⇔ Narrow sind KEINE optischen Zoom-Stufen. Es wird nur das Sichtfeld begrenzt. Dadurch ändern wir gefühlt die Brennweite und den Abstand zu unserem Fokuspunkt, allerdings verlieren wir auch Bildinformationen, und dadurch natürlich auch Bildqualität.

Die GoPro bietet einen prima Weitwinkel. Mit der Wide-Einstellung können wir die Qualitäten bestens einsetzen. Eben noch mehr als sonst von der Action einfangen und Bewegungen im Bild deutlich hervorheben.

FOVComparison
GoPro HERO4 Black Edition: 1080p/25fps, Protune Off, Auto Low Light Off, Spot Meter Off

Fazit

Wenn du keine Filmproduktion vor hast, reichen 1080 mit 25fps für deine Aufnahmen vollkommen aus. Das Bildformat ist in 16:9, also ist es auch ‚aufwärts‘ kompatibel. Wenn du aus deinem Videoclip eine Zeitlupe machen möchtest, dann stellst du die fps auf 50. Dadurch kannst du im Videoschnitt deine Aufnahme halb so schnell abspeichern. Spiel‘ einfach mal mit den Einstellungen herum. Filme ein und das selbe Objekt bei möglichst identischen Lichtverhältnissen und entdecke die Vor- und Nachteile der jeweiligen Auflösung.

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