360 Grad VideoAllgemeinTipps & Tricks

Bullet Time Effekt

Ximpix aus Hannover – Unser kompetenter Partner für regionale und internationale Filmproduktionen!

Wenn es um Filmproduktionen geht die bei Jedermann in Erinnerung bleiben, dann kann uns mittlerweile kaum noch etwas beeindrucken. Im Laufe der Jahre durften wir bei sehr vielen Veranstaltungen im Großraum Hannover, aber auch für internationale Firmen unser Können zeigen. Neben dem Verleih der professionellen Ausrüstung führen wir aber meist auch selbst die Organisation und Regie bis hin zum finalen Export des Filmes durch.

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Bei besonders schwierigen Aufträgen kooperieren wir jedoch gern mit dem Team der Kreativagentur Ximpix aus Hannover. Nicht nur das Ximpix das Handwerk in der Postproduktion meisterhaft beherrscht, Sie haben auch meist einfache Lösungen für die Filmproduktion Vorort, die eine große Wirkung haben. Als Beispiel: Wir können uns noch sehr gut daran erinnern, als wir bei einer Imagefilm Produktion über hunderte von Kartons aufgestellt hatten, damit ein Fahrzeug hindurch fährt. Das Team von Ximpix hatte dabei die Idee jeden Karton mit etwas Mehl zu füllen was zu einem grandiosen Effekt geführt hatte.Die Idee war einfach, kostengünstig und das Ergebnis war um Welten besser, als es im Drehbuch ursprünglich vorgesehen war.

Mittlerweile arbeiten wir seit über 10 Jahren mit Ximpix aus Hannover sehr erfolgreich zusammen und freuen uns immer wieder aufs Neue, wenn ein gemeinsames Filmprojekt ansteht.

2008 kam der erste Kontakt zustande als Ahmad Mohammadi die Idee eines 360 Grad Rigs hatte!

 

360 Grad Video? Wir waren die ersten 2008 zusammen mit Ximpix!

Wir können uns noch genau daran erinnern, als Herr Mohammadi in unseren Store in Hannover am Steintor hereinkam und uns von einer Umsetzung von 360-Grad-Filme erzählte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nie etwas davon gehört und auch im Internet wurden wir über diese Idee nicht fündig. Seine unkomplizierte Art verbunden mit dem Eifer etwas Neues umzusetzen, hatte uns vollends überzeugt. Wir ließen uns auf die Idee ein und aus zunächst vier Kameras entwickelte Herr Mohammadi das erste Rig.

Jede Kamera deckte mit einem Winkel von 90 Grad jeweils eine Seite ab. Da aber die Kameras mehr aufnehmen konnten als 90 Grad, wurde der Überschuss in der Postproduktion als Verschnitt verwendet. Die Ebenen wurden dabei überlappend aneinandergelegt. Lief jetzt beispielsweise ein Protagonist am rechten Rand raus, so lief er gleichzeitig im linken Rand rein. Damals waren uns das Potential und die Einsatzmöglichkeiten der 360-Grad-Filme noch nicht voll bewusst.

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Mit viel Leidenschaft entwickelten wir zusammen die Technik weiter und das zweite Rig enthielt nun nur noch drei Kameras in einer Dreiecksform. Es war dennoch genug Verschnitt für die Postproduktion übrig, sodass wir bei Massenproduktionen das Rig günstiger anbieten konnten.

Es gab jedoch ein entscheidendes Problem! Die Blickwinkel der Kameras deckten weder den Boden noch die Decke vollständig ab. Daher wagten wir uns an ein Rig mit 7 Kameras welches das Problem lösen konnte. Versuchen Sie mal mit 7 Kameras gleichzeitig zu filmen, das Filmmaterial zu stitchen, zeitlich und farblich anzupassen und beim der Menge an Daten den Überblick nicht zu verlieren! Außerdem wird ja noch ein Rechner benötigt, der die Teilaufnahmen auch ruckelfrei wiedergeben kann und keine drei Tage zum rendern benötigt! Sie merken sicher welche großen Herausforderungen effizient gelöst werden mussten. Naja, das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Wir merkten jedoch schnell, dass wir die professionelle Lösung dem Endkonsumenten aufgrund der Komplexität nicht zumuten konnten. Es musste demzufolge eine intelligente Software entwickelt werden, daher landete die Idee zunächst im Regal. Parallel dazu haben wir gemeinsam neue Ideen für Projekte gesucht. Schnell stießen wir auf den Bullet-Time-Effekt! Sogar der Nachrichtensender ntv wurde auf das 360-Grad-Video-Rig aufmerksam und brachte einen kurzen Bericht über das Projekt.

 

Videoproduktion mit einem Bullet Time Effekt RIG? Portabel und Wasserdicht?

Aber was ist ein Bullet-Time-Effekt? Wir holen mal ein wenig aus. Der Bullet-Time oder auch Time-Slice-Effekt bezeichnet in der Filmkunst einen Spezialeffekt, bei dem der Anschein erweckt wird, dass eine Kamerafahrt um ein zeitlich eingefrorenes Objekt simuliert wird. Dieser eindrucksvolle Filmeffekt erlaubt es, besonders bei schnellen und abrupten Handlungen die Szene aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Stellen Sie sich vor mit 26 aneinandergereihten Kameras gleichzeitig zu filmen und aus allen Kameras das zeitgleiche Bild/ Frame zu nehmen und daraus eine neue virtuelle Kamera zu erstellen. Ein Daumenkino beschreibt den Zustand sehr gut. Neben dem kompletten Stillstand sind auch die Verlangsamung und das rückwärtige Abspielen der Zeit möglich.

Portables Bullet Time Rig

Das Konzept für die Grundlage vom Bullet-Time-Effekt wurde 1967 mit der japanischen Zeichentrickserie geboren. Der Japanische Anime „MAHHA GOGOGO“ – in Deutschland bekannt als „Speedracer“ – zeigt in seiner Opening-Sequence den Protagonisten aus seinem Fahrzeug springend, während die virtuelle Kamera in angehaltener Zeit um 90° zur Seite rotiert wird. Das Kuriose daran ist: Es gab schon eine bildliche Vorstellung vom Bullet-Time-Effekt, bevor es ein kinematografisches Verfahren zur Produktion von ähnlichen Sequenzen im Film gab.

Als der Film „The Matrix“ 1999 in die Kinos kam, war die Verschmelzung von Jean Baudrillard und Cyber Punk perfekt. Das Publikum wurde von den opulenten Bildern förmlich mitgerissen und in ihren Bann gezogen. Zusammengefasst geht es in dem Film um den Computer Hacker Neo, gespielt von Keanu Reeves, welcher in der Computersimulationswelt „Matrix“ gefangen ist. Eine selbsternannte Freikämpfertruppe von Computerhackern, versucht die Menschheit von dieser Illusion zu befreien. The Matrix wurde vor allem durch die Etablierung des filmischen und in noch nie dagewesener Brillanz und Vielfalt des Bullet-Time-Effekts bekannt. VFX-Guru John Gaeta realisierte diesen Spezialeffekt indem er aufwändig insgesamt 120 Kameras und zwei Bewegbildkameras um eine Szene aufbauen ließ.

Das Grundprinzip vom filmischen Bullet-Time-Effekt ist sehr simple, doch die Umsetzung in der Praxis bringt einen nicht zu unterschätzenden Einsatz von CGI-Techniken mit sich. Bereits kleinste Unstimmigkeiten im Kamerasystem, sei es die Position der einzelnen Kameras oder deren Systemeinstellung, wie Fokus, Helligkeit und Weißabgleich müssen in der Software korrigiert werden. Um die Szenen zu strecken – sprich zu verlangsamen – werden mittels Bildinterpolationen und Morphing Zwischenbilder errechnet.

Tolerante Linsenherstellung

Für das mobiles Bullet-Time-Effekt-Rig nutzen wir natürlich unsere GoPro-Kameras. Da bei den GoPro-Kameras verhältnismäßig große Toleranzen & Unterschiede in ihrer Linsenherstellung auftauchen, hat dieses Kameraprobleme zur Folge, dass die unterschiedlichen Einzelbilder aufgrund der verschiedenen Linsen, perspektivische Verzerrungen und Verkrümmungen im Bild aufweisen.

Zunächst hat Herr Mohammadi versucht dieses Problem mit einer Software-Lösung zu bewältigen, sind aber auf kein zufrieden stellendes Ergebnis gekommen. Durch die Konsultation mit Prof. Michael Sutor konnte er sich der Lösung ein Stück nähern. Er empfahl uns mit jeder Kamera eine Testaufnahme von einem Raster zu machen und anhand von Markierungen, den so genannten Offset-Wert, sprich die Abweichungen der einzelnen Kameras zu bestimmen. Damit bekommt jede Kamera ein fertiges Profil mit dessen Abweichung. Die nächste Testaufnahme war in ihrem Ergebnis wesentlich stabiler und die Kamerafahrt weicher und genauer. Dennoch war das Ergebnis noch nicht perfekt. Anhand von verschiedenen Rastervorlagen, wurde schnell klar, dass die Einteilung und Zerlegung vom Netz sehr genau sein muss, um das Stabilisieren der Kameras möglichst präzise durchführen zu können.

Der Versuchsaufbau

Für die Kameras wurde nun eigenes ein Konstrukt gebaut, damit immer vor gleichbleibender Distanz das Bild des Rasters aufgenommen und ausgewertet werden kann.

 

Software ist nicht alles!

Das Bullet-Time-Rig wurde mit 26 Kameras bestückt. Demzufolge werden 26 Gehäuse, 26 Speicherkarten, 52 Akkus die geladen werden müssen, 26 Befestigungen und noch einiges an Zubehör benötigt, welches mindestens in einer 26-fachigen Anzahl vorhanden sein musste. Um alle Kameras zügig und fix laden zu können, wurden USB-Hubs verwendet. Mit einem Hub konnten dabei bis zu zehn Kameras über die Ports gleichzeitig aufladen werden. Die Ladezeit der jeweiligen Kameras war etwa zwei bis drei Stunden. Probleme die auftauchten waren unter anderem Kameraausfälle.

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Überspringen wir mal einige Zwischenschritte und kommen zu den absoluten Highlights in der Entwicklung vom Rig. Um das Privileg vom Unterwasserfilmen vollkommen ausschöpfen zu können, musste eine passende salzwasserrobuste Oberflächenveredelung für das Rig gefunden werden. Das Salzwasser würde sonst das Rig zum oxidieren bringen. Das Rig in Schwefel-Aluminium anfertigen zu lassen ist wäre nicht kosteneffizient gewesen. Daher hat Herr Mohammadi den Entschluss gefasst das Rig zu eloxieren. Die Farbwahl fiel auf ein mattes Schwarz, um in möglichen Reflektionsflächen nicht stark aufzufallen.

 

Fertigstellung vom Rig

Equipment
• 1 x Schiene
• 2 x Griffe
• 26 x Kameras
• 1 x Koffer
• 26 x Befestigung (Tripod, Schrauben)
• 1 x Fernbedienung
• 26 x Übertragungs- und Aufladekabel
• 30 x Ersatz Akkus

 

Das Rig im Praxistest

Nach umfangreichen Testphasen kamen wir nun auch mit Freude ins Spiel, unser Part war die Tauglichkeit vom Rig in der Praxis mit ausprobieren. Das Motiv für den Trailer war Jasper Jauch, ein ambitionierter Mountainbiker, der im Jahr 2011 sogar zum Mountainbiker des Jahres gewählt wurde und von Camforpro gesponsert wird. Der Dreh fand in Barsinghausen statt, dort befindet sich eine bekannte Abfahrtstrecke für Mountainbiker. Von scharfen Kurven, die den Dreck beim Durchfahren aufwirbelten bis hin zu hohen Schanzen konnten wir alles mit dem RIG reibungslos und ohne Komplikationen aufnehmen.

Alleinstellungsmerkmal und Wettbewerbsanalyse

Uns ist bewusst, dass sich neben uns auch noch andere Hobbyfilmemacher, sowie kleinere Filmproduktionsteams mit der Entwicklung und der Konzipierung des Bullet-Time-Effektes mit GoPro-Kameras auseinandersetzen. Dennoch sind wir die einzigen Anbieter, die dieses Vorhaben portabel und unverkabelt entwickelten und einsetzen. Basierend auf Internetrecherchen und dem Sichten des Filmmaterials der Konkurrenz, können wir behaupten, dass unsere Aufnahmen einem stabilen, scharfen und fast fehlerfreien Bullet-Time-Effekt am nächsten sind.

Darüber hinaus verfolgen wir mit unseren Kamerainstallationen noch zwei weitere Zweige. Zum einen sind wir dabei den Bullet-Time-Effekt interaktiv zu gestalten, das heißt der Betrachter kann jederzeit in den Bullet-Time-Effekt eingreifen und durch Bewegung und klicken des Mauszeigers inmitten der Filmsequenzen anhalten und diese vorwärts sowie rückwärts abspielen. Zum anderen verfolgten wir auch die wissenschaftliche Seite. Durch bereits schriftlich festgehaltene Konzepte, sowie der Ausarbeitung von Prototypen anhand von 3D Renderings, funktionierte unserer Vorhaben den Bullet-Time-Effekt zur Auswertung und Analyse von Experimenten und Phänomenen zu nutzen. Allein das Beispiel von Eadweard Muybridge zeigt, dass eine Symbiose zwischen Film und Wissenschaft gut harmoniert.

 

Bei Fragen zum Bullet Time Effekt meldet Euch bei uns oder bei Ximpix aus Hannover!

Kreativagentur Ximpix
info@ximpix.com
https://www.ximpix.com/

Tel: 0511/850 007 94

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